Typisch Texel2018-03-07T16:38:36+00:00

Typisch Texel

Nachfolgend stellen wir Ihnen einige texelsche Eigenartigkeiten vor

Auf Texel entstanden nicht zuletzt durch die relativ isolierte Lage der Insel ein eigener Dialekt und verschiedene spezielle Gebräuche. Viele der Gebräuche gibt es mittlerweile nicht mehr aber einige sind noch erhalten geblieben. Vor allem im Winter gibt es viele Aktivitäten auf kulturellem Gebiet, Texel hat zum Beispiel über zehn Amateurtheatergesellschaften. Die vielen Museen und Galerien auf der Insel warten auf Ihren Besuch.

Ein Beispiel einer quicklebendigen Tradition ist ‘Ouwe Sunderklaas‘, das jedes Jahr am 12. Dezember von den Texelern gefeiert wird. Die Kinder gehen mittags, die Erwachsenen abends verkleidet und maskiert auf die Straße, um auf humoristische Weise Vorfälle nachzuspielen, die das Jahr über auf Texel passiert sind. Hierfür nimmt man Schilder mit Text zu Hilfe und um nicht erkannt zu werden verstellt man die Stimme.

Dieses sogenannte ‘speulen‘ wird danach in den Kneipen bis spät in die Nacht fortgesetzt. Ursprünglich fanden die Auftritte in den Wohnzimmern statt, nur in De Cocksdorp besteht diese Tradition noch. Die Entstehung van Ouwe Sunderklas wird abgeleitet van den germanischen Mittwinterfesten, die gefeiert wurden, um Dämonen zu vertreiben und die langen, dunklen Winterabende zu unterbrechen. Nur der Name soll vom Nikolausfest stammen.

Jedes Jahr am 30. April werden bei Sonnenuntergang an verschiedenen Orten auf Texel die ‘Meierblissen‘ angezündet.

In den davorliegenden Wochen wird von den Kindern brennbares Material gesammelt. Das zusammengetragene Material wird am 30. April angezündet. Rund um das Feuer werden Kartoffeln, die an Eisendrähten aufgereiht sind, geröstet. Die Kinder schmieren einander Ruß ins Gesicht. Der ‘Meierblis‘ ist ein Freudenfeuer, mit dem der beginnende Frühling und das Licht gefeiert wird. ‘Blis‘ ist texelsch und bedeutet Feuer.

Ursprünglich wurde auf Texel Dialekt gesprochen. Texeler sagen übrigens nicht Texel, sondern ‘Tessel‘ Auch das Wort deksel wird als ‘dessel‘ ausgesprochen. Im texelschen Dialekt findet man Einflüsse aus verschiedenen fremden und alten Sprachen wieder. Auch der Name Texel soll vom römischen ‘Texla‘ abgeleitet sein. In den Sprichwörtern im texelschen Dialekt, den sogenannten ‘sééggies‘, fällt vor allem der Einfluss der Schafhaltung und der Fischerei auf. So sagt man zum Beispiel von einem der ziellos hin und her läuft: ‘Hee lóópt os een mál skéép‘. Er läuft wie ein verrücktes Schaf. Heutzutage wird nicht mehr viel Dialekt gesprochen.

Die texelsche Kleidertracht bestand für Frauen aus einer Jacke, einem langen Faltenrock und einer texelschen Kappe. Für die Männer gab es eigentlich keine echte Kleidertracht, man kleidete sich genauso wie die Männer woanders auch. Die texelsche Kappe bestand aus einem mit Spitze verkleideten Reif. Die Spitze war an der Unterseite gefältelt. Im Zentrum von Den Burg befindet sich die Oudheidskamer. Es ist eines der ältesten Häuser der Insel und stammt wahrscheinlich aus dem Jahre 1599.

Mithilfe der texelschen Bevölkerung wurde eine beeindruckende Sammlung Kunst- und Gebrauchsgegenstände, alte Stiche und Folklore zusammengetragen. Hier kann man auch die Kleidertracht bewundern.

Je nach Wohlstand der Trägerin war der Reif aus Zinn, Silber oder Gold. Die Kappe wurde an beiden Seiten mit silbernen oder goldenen Klammern und Spangen verziert.
Außerdem wurden an beiden Seiten der Stirn ‘toertjes‘, Kunstlocken aus Menschenhaar, befestigt. Zum Schluss wurde die große Ziernadel an der Stirnpartie angebracht. Bei verheirateten Frauen auf der linken und bei ledigen Frauen auf der rechten Seite.

Auch auf kulinarischem Gebiet hat Texel sehr viel zu bieten. Ehrliche Lebensmittel, auf der Insel traditionell produziert und mit besonderem Augenmerk für Qualität und Respekt vor der Natur. Denken Sie zum Beispiel an Lammfleisch, Schafskäse und Kräuterbitter, superfrischen Spargel, Fisch, Krabben und herrliche Austern. Kein Wunder, dass Topköche zu überraschenden Kreationen inspiriert werden. Das texelsche Lammfleisch ist sehr berühmt wegen seines speziellen ‘pré salé’ Geschmacks. Aufgrund der salzigen Luft und Erde ist das Fleisch der texelschen Lämmer von Natur aus schon leicht gesalzen. Das Richtige für Feinschmecker.

Texel Culinair
Um die regionalen Spezialitäten kennenzulernen empfiehlt sich ein Besuch eines der texelschen Feinschmeckerevents. Wie zum Beispiel Texel Culinair. Dieses typisch texelsche Feinschmeckerevent findet jedes Jahr am zweiten Wochenende im September in De Koog statt. Texelsche Restaurant präsentieren sich hier mit ihren leckersten Gerichten, natürlich zubereitet mit texelschen Produkten.

Ganz andere Köche sieht man während der Fischräucherwettbewerbe die im Herbst im Fischerdorf Oudeschild stattfinden. Diese bereiten ihre exquisiten Spezialitäten auf selbst gemachten Räucherfässern zu.

Vor Ort genießen
Wenn Sie mit den Fahrrad unterwegs sind, können Sie all die leckeren Dinge die Texel zu bieten hat auch vor Ort genießen. Bei vielen Betrieben kann man auch bei der Herstellung zuschauen:

  • Führung und Käseverköstigung bei Kaasboerderij Wezenspyk
  • Führung und Bierprobe bei der Texelse Bierbrouwerij. Steht der Herbst vor der Tür? Dann wird es Zeit für ein herrliches texelsches Bockbier mit dem typischen karamellartigen Geschmack. 2009 und 2010 war dieses Inselprodukt das beste Bockbier der Niederlande.
  • Selber Obst und Blumen pflücken kann man von Mitte Mai bis Oktober im „Selbstpflückgarten“. Und im Herbst sammelt man auf Texel die herrlichsten Brombeeren.
  • Eis essen beim Eisbauernhof Labora
  • Führung in der Texelse Shii-take-Züchterei
  • Bei Spargelzüchter Keyser gibt es im Mai und Juni Führungen, die mit einem Spargeldiner von Texel Catering abgeschlossen werden.
  • Bei Wijnhuis Oosterend wähnt man sich in einem Museum, hier werden eigene texelsche Kräuterbitter und Liköre produziert.
  • Ein idealer Ort, um Fisch zu genießen, ist natürlich der Hafen von Oudeschild.

Gemüse aus dem Meer?
Der Mönchsbart verleiht nicht nur dem Deichvorland eine prächtige grüne Farbe. Dieses unglaublich leckere salzige Gemüse ist voller Minerale, Eisen und Vitamine. In vielen Restaurant steht es auf der Speisekarte. Auch die regionalen Supermärkte führen dieses Gemüse. Aber bitte nicht selbst Pflücken, die Pflanze steht unter Naturschutz.

Herrlich essen
In allen sieben Dörfern der Insel kann man herrlich essen. Die besseren Restaurants der Insel verarbeiten gerne das große Angebot der regionalen Qualitätsprodukte. Scheinbar bereitet es den Chefköchen wenig Mühe, um immer wieder neue spannende Kreationen zu gestalten. Daher findet man einige Restaurants in den jährlichen Bestenlisten der kulinarischen Zeitschriften.

Unter dem Gütezeichen Waddegoud finden Sie weitere Informationen über nachhaltige Produkte aus dem Wattengebiet.

De Ronde om Texel entwickelte sich in den letzten 35 Jahren zum größten Katamaranevent der Welt. Jedes Jahr im Juni streiten ca. 500 Katamarane auf den Gewässern rund um Texel darum, die Insel am schnellsten zu umrunden. Mit ungefähr 15.000 Besuchern auf dem Strand und einigen Tausenden beim Leuchtturm und in Oudeschild, ist de Ronde om Texel ein fantastisches Event. Für das Publikum ist es immer wieder ein Erlebnis, um zu sehen, wie die Boote klargemacht und dann durch die oftmals hohe Brandung zu Wasser gelassen werden. Die Startlinie liegt direkt vor der Küste und wird von zwei großen Startschiffen und einem Hubschrauber mit Rauchsignalen markiert. Kurz vor dem Start ist die Spannung am Strand um zu schneiden.

Nach dem Start sind das Rennen und die Zwischenstände auf großen Bildschirmen und über die Berichterstatter von Radio Texel live zu verfolgen.  Am Strand finden verschiedene Aktivitäten statt und man kann natürlich lecker essen und trinken. Die ersten Boote kommen nach ca. drei Stunden wieder in Sicht. Die First-finishers werden festlich empfangen und auf dem großen Podium geehrt. Abends findet dann die große Preisverleihung für alle Klassen statt.

Weitere Informationen finden Sie auf: www.roundtexel.com

Jedes Jahr im September findet auf Texel der Halbe Marathon statt. Der Start von der Fähre aus sorgt bei den Teilnehmern und auch den Zuschauern für Gänsehaut. Die erste Edition 2007 war direkt ein unglaublicher Erfolg. Außer dem einzigartigen Startpunkt, wurde auch der abwechslungsreiche Parcours durch die Dünen, den Wald, über den Strand, durch die Weiden und verschiedenen Dörfer sehr gelobt. Das Ziel auf dem Groeneplaats in Den Burg rundet dieses Event festlich ab.

Weitere Informationen finden Sie auf: www.texelhalvemarathon.nl

Natürlich können Sie Texel auf dem Fahrrad selbst entdecken, aber es gibt auch verschiedene Fahrradrouten, die Sie die Insel thematisch kennenlernen lassen. Texel verfügt über 138 Kilometer Fahrradwege, die meistens abseits der Straße verlaufen. Sie können Ihr eigenes Fahrrad mitbringen, es gibt aber auch ausreichende Möglichkeiten Fahrräder zu mieten.

Weitere Informationen über schöne Fahrradwege und das Fahrradwegenetz mit Knotenpunkten.

Einen ganzen Tag lang texelsche Produkte genießen? Entlang der texelschen Produkte-Fahrradroute finden Sie viele Betriebe die texelsche Produkte produzieren. Sie haben die Wahl aus zwei Routen Rondje Texel 55 Kilometer lang oder die Schapenroute 26 Kilometer lang. 

Weitere Informationen über Echt Texelsche Produkte

Texel entdeckt man wunderbar zu Fuß. So besucht man wandernd die schönsten Orte und hat Zeit all die Geräusche, Gerüche und Farben in sich aufzunehmen. Es macht sicher Spaß, um vorher eine schöne Wanderroute auszusuchen aber nötig ist es nicht. Es gibt auf Texel viele ausgeschilderte Wanderrouten.

Ob Sie nun Fallschirmspringen lernen, einen Tandemsprung machen oder ein erfahrener Fallschirmspringer sind, Paracentrum Texel bietet alle Voraussetzungen, Ihren Sprung zu einem tollen Erlebnis zu machen. Am schönsten Ort der Niederlande mit professionellen Instrukteuren.

Auf Texel wird man von Natur umgeben. Vom weiten Nordseestrand bis zu den Deichen an der Wattenseite findet man auf Texel alles, was die niederländische Natur zu bieten hat. Wald, Dünen, Strand oder Polder, die Vielseitigkeit der Flora und Fauna auf Texel ist zu jeder Jahreszeit atemberaubend. Genauso wie das Wattenmeer, das von der UNESCO zum Welterbgut ausgerufen wurde.

Weitere Informationen finden Sie auf den Websites von Staatsbosbeheer und Nationaal Park Duinen van Texel.

Die texelsche Landschaft wird durch die Schafställe und Erdwälle geprägt. Da die Weiden der Schafbauern vor der Flurbereinigung sehr verteilt lagen, baute man Schafställe. Diese Schafställe wurden nicht für die Schafe genutzt, sondern dienten der Lagerung von Heu und Kleingerätschaft. Fast alle Schafställe stehen mit der geraden Seite (und der Eingangstür) in Richtung Nordosten, da der Wind auf Texel meistens aus Südwesten weht. Das Dach der Schafställe wird mit Riet oder Pfannen gedeckt. Die relativ niedrigen Mauern haben kleine (manchmal keine) Fensterchen.

Heutzutage werden die Schafställe von vielen Landwirten als störend empfunden, da das Land zum Ackerbau genutzt wird und die Gebäude im Weg stehen. Auch Subventionen zum Erhalt der Schafställe können nicht verhindern, dass sie verfallen oder sogar verschwinden. Eine große Anzahl der Schafställe steht allerdings unter Denkmalsschutz, sodass diese in jedem Fall erhalten bleiben.

Schon im 15. Jahrhundert war Texel bekannt als Schafinsel. Und auch heutzutage wohnen auf Texel ebenso viele Schafe wie Menschen: fast 14.000. Im Frühling kommen nochmal zehntausende Lämmer dazu.

Früher gab es auf Texel keinen Wald und Holz war daher teuer. Man wollte natürlich sein Land abzäunen, um die Schafe auf den eigenen Weiden zu halten. Damals haben die Texeler den “Tuunwöal” (Erdwall) erfunden. Erdwälle sind aus Grassoden aufgebaute niedrige Wälle ohne Bäume und Sträucher zwischen Weiden, auf denen (Klein)vieh grast oder sie umgeben Äcker oder Grundstücke. An Orten auf Texel mit festem Boden werden Wälle bis zu 1 Meter Höhe gebaut, in Sand- und Dünengebieten werden sie nicht höher als 60 cm. Die Soden für die Erdwälle werden direkt vor Ort gestochen. Diese werden dann so aufgestapelt, dass ein Wall entsteht der unten breiter ist als oben. Die Zwischenräume füllt man mit Sand. Im Gebiet um De Hoge Berg findet man noch authentische Erdwälle.

Texel ist auch eine echte Vogelinsel. Hier leben viele Vogelarten. Dies kommt vor allem durch die Lage der Insel entlang der Nordwestküste Europas, genau die Linie der die Zugvögel folgen. Die meisten Vögel folgen der Küstenlinie, da sie nicht gern über das offene Meer fliegen.

Die Lage Texels direkt am Wattenmeer, einer reichen Nahrungsquelle, macht die Insel für Vögel noch anziehender.  Einige Vögel leben das ganze Jahr über auf Texel, andere kommen, um hier zu brüten. Die grünen Wanderwege die durch das Brutgebiet führen, sind daher nur vom 1. September bis zum 1. März zugänglich.

Fast alle Naturgebiete von Natuurmonumenten auf Texel sind von den öffentlichen Wegen aus zu sehen. An der Wattseite liegen Gebiete in denen viele Flussseeschwalben, Säbelschnäbler und Lachmöwen brüten. Von den Vogelbeobachtungshütten aus können Sie diese und andere Vögel wunderbar beobachten. Hier sehen Sie die Standorte.

Auf Texel gibt es für Jung und Alt genug zu tun.  Seehunde beobachten bei Ecomare oder mit dem Krabbenkutter ins Wattenmeer fahren. Machen Sie doch einmal mit dem Jan Plezier eine Planwagenfahrt zum Strand. Oder besuchen Sie De Bonte Belevenis. Hier kann man Seife machen, Papier schöpfen, Kerzen ziehen und Brot backen.

Viel zu viel, um hier alles zu nennen. Im Texel Vakantiekrant finden Sie eine wöchentliche Übersicht aller Aktivitäten.

Schauen Sie auf http://www.texelagenda.nl/